Revolut Rev Points

Revoluts RevPoints erklärt: So sammelst du Meilen mit deiner Debitkarte

5 Min. Lesezeit
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Meilen sammeln mit Revolut: Sind "RevPoints" der neue Gamechanger?

Lange Zeit gab es für Meilensammler in Deutschland nur zwei Platzhirsche: American Express und die Miles & More Kreditkarten. Doch jetzt mischt ein neuer Player den Markt auf. Die Neobank Revolut greift mit ihrem Treueprogramm RevPoints an.

Ist das Revolut "Ultra" Abo wirklich besser als die Amex Platinum? Und wie genau funktioniert das Sammeln mit einer Debitkarte? In diesem Guide zeige ich dir, wie du mit Revolut deinen nächsten Urlaub finanzierst.

Was ist Revolut eigentlich?

Anders als bei American Express beantragst du hier nicht nur eine Kreditkarte, sondern eröffnest ein vollwertiges Bankkonto. Du bekommst eine Visa Debitkarte, mit der du weltweit, ohne Gebühren bezahlen kannst.

Das Besondere: Du zahlst direkt von deinem Guthaben. Es gibt keinen Kreditrahmen. Das macht die Hürde für den Einstieg sehr niedrig, da keine Schufa prüfung wie bei klassischen Kreditkarten nötig ist.

Die RevPoints: So viele Punkte verdienst du

Revolut bietet fünf verschiedene Kontomodelle an. Je höher dein Abo, desto schneller füllt sich dein Punktekonto. Hier ist die Übersicht, wie viel Umsatz du für einen RevPoint machen musst:

  • Standard (Kostenlos): 1 Punkt pro 10 €
  • Plus (3,99 €/Monat): 1 Punkt pro 10 €
  • Premium (9,99 €/Monat): 1 Punkt pro 4 €
  • Metal (15,99 €/Monat): 1 Punkt pro 2 €
  • Ultra (60 €/Monat): 1 Punkt pro 1 €

Wofür kannst du die Punkte nutzen?

Hier wird es für uns "Travel Hacker" spannend. Du kannst die Punkte zwar für Rabatte bei Händlern nutzen, aber der wahre Wert liegt in den Meilen.

Du kannst RevPoints 1:1 zu Vielfliegerprogrammen transferieren. Die wichtigsten Partner sind:

Avios (British Airways, Iberia, Vueling, Qatar Airways)

Flying Blue (Air France, KLM)

Auch wenn in der App nur wenige Partner direkt gelistet sind, eröffnen sich dir über die Allianzen (Oneworld und SkyTeam) Buchungsmöglichkeiten bei über 30 Fluggesellschaften weltweit. Ein Business Class Flug nach New York oder ein Upgrade in die First Class rücken so in greifbare Nähe.

Revolut Travel
Einfach auf Reisen mit Revolut in der Währung des Reiselandes bezahlen.

Revolut Ultra vs. American Express Platinum

Das Modell "Ultra" kostet 60 € im Monat (720 € im Jahr) und liegt damit im Preisbereich der Amex Platinum. Ist es das wert?

Der Vergleich: Beide Karten richten sich an Vielflieger. Beide bieten unbegrenzten Lounge-Zugang an Flughäfen weltweit. Aber Revolut Ultra hat ein paar Asse im Ärmel:

Datenvolumen: Du erhältst jeden Monat 3 GB globales Datenvolumen (per eSIM). Nie wieder teures Roaming im Ausland!

Versicherungsschutz: Die "Stornierung aus jedem Grund"-Versicherung (Cancel for Any Reason) ist ein Highlight, das kaum eine andere Karte bietet. Du bekommst bis zu 5.000 € erstattet, wenn du eine Reise abbrichst – egal warum.

Währungstausch: Eines der coolsten Features von Revolut. Du kannst Geld in Sekunden in die Währung deines Reiselandes tauschen und direkt aus diesem "Währungs-Pocket" zahlen. So sparst du dir schlechte Umrechnungskurse.

Der Vergleich: Revolut vs. Miles & More Kreditkarte

Viele von euch haben sicher die Miles & More Gold Karte. Hier ist der entscheidende Unterschied:

Miles & More Karte: Wenn du im Ausland (außerhalb der Euro-Zone) zahlst, werden meist 1,95 % Gebühren fällig. Das macht das Meilensammeln im Urlaub teuer.

Revolut: Bei Revolut zahlst du (innerhalb der Limits deines Abos) keine Gebühren für den Währungstausch.

Das bedeutet: Im Alltag in Deutschland nutzt du Amex oder Miles & More. Aber sobald du im Ausland bist oder in einer Fremdwährung online shoppst, ist Revolut unschlagbar.

Fazit: Für wen lohnt sich Revolut?

Revolut ist mehr als nur eine Spielerei. Mit den RevPoints haben sie eine echte Alternative zu den etablierten Platzhirschen geschaffen.

Das Einsteiger-Modell (Standard/Plus) lohnt sich zum reinen Punktesammeln kaum, da die Sammelrate (1 Punkt pro 10 €) zu schlecht ist.

Das Ultra-Modell ist jedoch eine ernsthafte Konkurrenz für die Amex Platinum, besonders für Leute, die viel internationales Datenvolumen brauchen und flexible Versicherungen suchen.

Meine Empfehlung: Nutze Revolut als perfekte Ergänzung. Sammle Meilen dort, wo Amex nicht akzeptiert wird (dank Visa) und nutze sie für alle Zahlungen im Ausland, um Gebühren zu sparen.